Michael Kunter

Visuelle Gestaltung

Neue Deutsche Welle

Musik ohne Bodenhaftung

Der Entwurf übersetzt die Neue Deutsche Welle in einen schwebenden, virtuellen Raum im Stil der späten 70er und frühen 80er Jahre. Abstrakte Formen und Typografie lösen sich von jeder Gravitation und greifen damit den Wunsch der damaligen Musiker nach Freiheit und Abgrenzung auf. Gleichzeitig verweist die schwebende Ästhetik auf die elektronische Musik und den zunehmenden Einsatz von Synthesizern: Klang wird zu Licht, Pixeln und sphärischen Bewegungen.

Typografisch treffen hier zwei Welten aufeinander: Die leuchtende immaterielle Outline-Schrift trifft auf die kräftige DIN Bold, in der „DEUTSCHE“ gesetzt ist. So kommt eine der nachhaltigsten Errungenschaften der NDW in den Fokus: Deutsch als selbstverständliche Sprache der Popmusik.

46,4 x 34,6 mm, Gestaltungswettbewerb, im Auftrag des Bundesministeriums der Finanzen

Eine Welle, die bleibt

Eine überdimensionierte Welle rollt über das Land – so wie die NDW: kurz, kraftvoll und unaufhaltsam. Die Rillen erinnern zugleich an eine Schallplatte und verknüpfen Bild und Musik auf subtile Weise.

Die urbane Szenerie greift die gesellschaftlichen Themen der NDW auf: Entfremdung, Perspektivlosigkeit, Kalter Krieg und Umweltverschmutzung. Gleichzeitig steht die farbenfrohe Bewegung für einen kulturellen Aufbruch, der die deutsche Musik nachhaltig verändert hat.

34,6 x 34,6 mm, Gestaltungswettbewerb, im Auftrag des Bundesministeriums der Finanzen